BMI Rechner für Senioren und ältere Menschen

Im Alter gelten andere Maßstäbe: Ab 65 Jahren wird ein BMI von 22 bis 27 als günstig angesehen. Der Rechner bewertet Ihren BMI altersgerecht und prüft zusätzlich Gewichtsverlust und Muskelmasse.

Bitte geben Sie ein Gewicht zwischen 25 und 300 kg ein.
Bitte geben Sie eine Größe zwischen 120 und 220 cm ein.
Bitte geben Sie ein Alter zwischen 60 und 120 ein.
Bitte geben Sie ein Gewicht zwischen 25 und 300 kg ein oder lassen Sie das Feld leer.
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Für Menschen ab 60 Jahren. Jüngere Erwachsene: BMI Rechner. So messen Sie Größe und Wadenumfang

Im Alter zählen Reserven

Ein paar Kilo mehr schaden im Alter meist nicht – sie sind ein Polster bei Krankheit oder nach Stürzen. Gefährlicher sind Untergewicht und ungewollter Gewichtsverlust.

Das berechnet der Rechner

  • BMI mit Normalbereich ab 65
  • Normalgewicht für Ihre Größe
  • Gewichtsverlust in 6 Monaten
  • Wadenumfang (Muskelmasse)
  • Eiweiß-Richtwert pro Tag
  • Keine Speicherung Ihrer Eingaben

So geben Sie Ihre Werte richtig ein

Gewicht
Wiegen Sie sich morgens nach dem Aufstehen, möglichst immer mit derselben Waage und in leichter Kleidung. Wer regelmäßig – zum Beispiel einmal pro Woche – wiegt und den Wert notiert, bemerkt Veränderungen frühzeitig.
Größe
Mit den Jahren werden die meisten Menschen einige Zentimeter kleiner, weil die Bandscheiben flacher werden. Messen Sie deshalb Ihre aktuelle Größe ohne Schuhe an einer Wand, statt die Angabe aus dem Personalausweis zu übernehmen. Ist Stehen nicht gut möglich, hilft die Hausarztpraxis bei der Messung.
Gewicht vor 6 Monaten
Tragen Sie ein, was Sie vor etwa einem halben Jahr gewogen haben – etwa aus Ihren Notizen oder vom letzten Arztbesuch. So erkennt der Rechner einen ungewollten Gewichtsverlust.
Wadenumfang
Messen Sie im Sitzen mit entspanntem Bein, Fuß flach auf dem Boden, an der dicksten Stelle der Wade. Der Wert wird auch in Ernährungs-Tests für ältere Menschen genutzt, um die Muskelmasse einzuschätzen.

Ihr Ergebnis verstehen

Für Menschen ab 65 Jahren verwendet der Rechner diese Einteilung. Zwischen 60 und 64 Jahren gilt noch die WHO-Einteilung für Erwachsene.

BMI ab 65 JahrenBewertung
unter 20deutliches Untergewicht – Warnzeichen für Mangelernährung
20 – 21,9Untergewicht
22 – 26,9Normalgewicht
27 – 29,9leichtes Übergewicht
ab 30Adipositas

Bereiche nach Lipschitz (1994), Adipositas nach WHO.

Untergewicht

Im Alter das häufigere und oft unterschätzte Problem. Wenig Reserven bedeuten ein höheres Risiko für Infektionen, Stürze, Knochenbrüche und langsamere Genesung nach Krankheiten.

Ärztlich abklären, besonders wenn Sie ungewollt abnehmen, wenig Appetit haben oder Kleidung plötzlich weiter wird.

Normalgewicht

Ein BMI zwischen 22 und 27 gilt im Alter als günstig. Achten Sie trotzdem darauf, dass das Gewicht stabil bleibt und die Muskulatur erhalten wird.

Regelmäßiges Wiegen und Bewegung im Alltag sind die beste Vorsorge.

Leichtes Übergewicht

Ein BMI von 27 bis 29,9 ist im Alter meist unbedenklich. Strenge Diäten sind nicht nötig – sie würden eher Muskeln als Fett kosten.

Wichtig: beweglich bleiben, eiweißreich essen, Blutdruck und Blutzucker regelmäßig prüfen lassen.

Adipositas

Ab einem BMI von 30 werden Gelenke, Herz und Kreislauf stärker belastet, und die Beweglichkeit kann leiden.

Ärztlich besprechen: Eine behutsame Abnahme kann helfen – aber nur mit ausreichend Eiweiß und Bewegung, damit die Muskeln erhalten bleiben.

BMI-Tabelle für Senioren

Die Tabelle zeigt für Menschen ab 65 Jahren, welches Gewicht bei welcher Größe im günstigen Bereich (BMI 22–27) liegt und ab wann von Untergewicht bzw. Adipositas gesprochen wird.

Größe Untergewicht unter Normalgewicht (BMI 22–27) Adipositas ab
150 cm 49,5 kg 49,5 – 60,8 kg 67,5 kg
155 cm 52,9 kg 52,9 – 64,9 kg 72,1 kg
160 cm 56,3 kg 56,3 – 69,1 kg 76,8 kg
165 cm 59,9 kg 59,9 – 73,5 kg 81,7 kg
170 cm 63,6 kg 63,6 – 78,0 kg 86,7 kg
175 cm 67,4 kg 67,4 – 82,7 kg 91,9 kg
180 cm 71,3 kg 71,3 – 87,5 kg 97,2 kg
185 cm 75,3 kg 75,3 – 92,4 kg 102,7 kg
190 cm 79,4 kg 79,4 – 97,5 kg 108,3 kg

Werte gerundet. Für Erwachsene unter 65 Jahren gilt die BMI-Tabelle nach WHO.

Warum gilt im Alter ein höherer BMI?

Bei jüngeren Erwachsenen steigt das Krankheitsrisiko schon ab einem BMI von 25. Bei älteren Menschen sieht das anders aus: Eine große Auswertung von Studien mit Menschen ab 65 Jahren fand das geringste Sterberisiko bei einem BMI von etwa 24 bis 31. Deutlich erhöht war es dagegen schon bei einem BMI unter 23.

Gründe dafür sind unter anderem:

  • Reserven bei Krankheit: Infekte, Operationen oder Krankenhausaufenthalte kosten oft mehrere Kilo.
  • Schutz bei Stürzen: Etwas mehr Gewicht geht mit stabileren Knochen und einem geringeren Risiko für Hüftbrüche einher.
  • Veränderter Körperbau: Mit dem Alter nimmt die Muskelmasse ab und die Körpergröße sinkt – beides verschiebt den BMI.

Gewichtsverlust und Mangelernährung im Alter

Mit dem Alter lassen Appetit, Geschmack und Durstgefühl nach, Kauen kann schwerer fallen, und Medikamente oder Krankheiten beeinflussen das Essen. So rutschen viele ältere Menschen unbemerkt in eine Mangelernährung – auch mit normalem oder erhöhtem Gewicht.

Warnzeichen sind:

  • ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 5 % in sechs Monaten (bei 70 kg also mehr als 3,5 kg)
  • ein BMI unter 22, besonders unter 20
  • wenig Appetit, kleinere Portionen, ausgelassene Mahlzeiten
  • nachlassende Kraft, z. B. beim Aufstehen vom Stuhl oder beim Tragen von Einkäufen

Was hilft: mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, zu jeder Mahlzeit eine Eiweißquelle (Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte), genug trinken und gemeinsam essen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ab 65 Jahren 1,0 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Bei Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle.

Muskelabbau (Sarkopenie): der unsichtbare Faktor

Ab etwa 50 Jahren verliert der Körper ohne Training jedes Jahr etwas Muskelmasse. Weil gleichzeitig oft Fett zunimmt, bleibt der BMI gleich – obwohl Kraft und Stabilität nachlassen. Deshalb fragt der Rechner optional nach dem Wadenumfang: Ein Wert unter 31 cm gilt in Ernährungs-Screenings für ältere Menschen als Hinweis auf geringe Muskelmasse.

Dagegen hilft vor allem eines: Muskeln benutzen. Kraftübungen zwei- bis dreimal pro Woche – zum Beispiel Aufstehen vom Stuhl ohne Hände, Treppensteigen oder Übungen mit dem Theraband – erhalten Muskeln in jedem Alter. Kombiniert mit ausreichend Eiweiß wirkt das am besten.

Häufige Fragen zum BMI im Alter

Welcher BMI ist für Senioren normal?

Für Menschen ab 65 Jahren wird häufig ein BMI von 22 bis 27 als günstig angesehen – etwas höher als der WHO-Normalbereich von 18,5 bis 24,9 für jüngere Erwachsene.

Warum gilt für ältere Menschen ein höherer BMI?

Im Alter sind Gewichtsreserven ein Schutz bei Krankheiten, Operationen und Stürzen. Studien zeigen, dass das Sterberisiko älterer Menschen bei einem BMI unter etwa 23 ansteigt, während ein leicht erhöhtes Gewicht kaum Nachteile hat.

Ab wann ist man im Alter untergewichtig?

Ab 65 Jahren gilt ein BMI unter 22 als Untergewicht, ein BMI unter 20 als deutliches Warnzeichen für eine Mangelernährung. Ebenso wichtig ist ungewollter Gewichtsverlust: Mehr als 5 Prozent in sechs Monaten sollten ärztlich abgeklärt werden.

Ist Abnehmen im Alter sinnvoll?

Bei leichtem Übergewicht meist nicht. Bei Adipositas kann eine behutsame Abnahme Gelenke und Blutdruck entlasten – aber nur mit ausreichend Eiweiß und Bewegung, damit keine Muskeln verloren gehen, und am besten in ärztlicher Absprache.

Ab welchem Alter gelten die BMI-Werte für Senioren?

Der höhere Normalbereich von 22 bis 27 wird in der Regel ab 65 Jahren verwendet. Zwischen 60 und 64 Jahren gilt noch die WHO-Einteilung für Erwachsene.

Weitere Rechner: BMI Rechner für Erwachsene · BMI Rechner für Frauen · BMI Rechner für Männer

Quellen

  • Lipschitz DA: Screening for nutritional status in the elderly. Prim Care. 1994;21(1):55–67.
  • Winter JE, MacInnis RJ, Wattanapenpaiboon N, Nowson CA: BMI and all-cause mortality in older adults: a meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2014;99(4):875–890.
  • Cederholm T et al.: GLIM criteria for the diagnosis of malnutrition – A consensus report from the global clinical nutrition community. Clin Nutr. 2019;38(1):1–9.
  • Cruz-Jentoft AJ et al.: Sarcopenia: revised European consensus on definition and diagnosis (EWGSOP2). Age Ageing. 2019;48(1):16–31.
  • Nestlé Nutrition Institute: Mini Nutritional Assessment (MNA®) – Kurzform mit Wadenumfang.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Proteinzufuhr.
  • World Health Organization: Obesity and overweight – Fact sheet

Erstellt von Eugen (Evgeniy Kuleshov) · Zuletzt aktualisiert:

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.