BMI Rechner für Männer

Berechnen Sie Ihren BMI und prüfen Sie zusätzlich Bauchumfang und Körperfettanteil – mit den Richtwerten für Männer. So sehen Sie auch, ob ein hoher BMI eher von Muskeln oder von Bauchfett kommt.

Bitte geben Sie ein Gewicht zwischen 30 und 300 kg ein.
Bitte geben Sie eine Größe zwischen 120 und 230 cm ein.
Bitte geben Sie ein Alter zwischen 18 und 120 ein.
Bitte geben Sie einen Wert zwischen 40 und 200 cm ein oder lassen Sie das Feld leer.
Für Männer ab 18 Jahren. Jungen unter 18: BMI Rechner für Kinder

Muskeln oder Bauch?

Der BMI kann Muskeln nicht von Fett unterscheiden. Gerade bei Männern lohnt deshalb der Blick auf den Bauchumfang: Er zeigt, ob ein hoher BMI ein gesundheitliches Risiko ist oder eher von Training kommt.

Das berechnet der Rechner

  • BMI nach WHO-Klassifikation
  • Normalgewicht für Ihre Größe
  • Körperfettanteil (Schätzung)
  • Bauchumfang & Taille-zu-Größe
  • Keine Speicherung Ihrer Eingaben

So geben Sie Ihre Werte richtig ein

Gewicht und Größe
Wiegen Sie sich morgens vor dem Frühstück in leichter Kleidung und messen Sie Ihre Größe ohne Schuhe. Nach einem intensiven Training oder Saunagang kann das Gewicht durch Wasserverlust vorübergehend niedriger sein.
Alter
Das Alter wird für die Körperfett-Schätzung und die Richtwerte für Körperfett gebraucht. Ab 65 Jahren verwendet der Rechner beim BMI einen etwas höheren Normalbereich (22–27).
Bauchumfang (Taillenumfang)
Stellen Sie sich aufrecht hin und atmen Sie normal aus. Legen Sie das Maßband auf nackter Haut waagerecht in der Mitte zwischen unterster Rippe und Oberkante des Beckenknochens an – bei den meisten Männern etwa auf Höhe des Bauchnabels. Bauch nicht einziehen, Band nicht zu fest ziehen. Achtung: Die Hosenweite ist meist deutlich kleiner als der tatsächliche Bauchumfang.

Ihr Ergebnis verstehen

Für Männer gelten dieselben WHO-Grenzwerte wie für Frauen: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normalgewicht, 25 bis 29,9 Übergewicht und ab 30 Adipositas. Eine ausführliche Erklärung aller Klassen finden Sie beim allgemeinen BMI Rechner. Für Männer sind vor allem diese Punkte wichtig:

Untergewicht

Bei Männern bedeutet ein niedriger BMI oft vor allem wenig Muskelmasse. Das kann Kraft und Belastbarkeit mindern, die Knochendichte senken und den Hormonhaushalt beeinflussen.

Ärztlich abklären, wenn Sie ungewollt abnehmen, wenig Appetit haben oder oft erschöpft sind.

Normalgewicht

Ein BMI im Normalbereich ist ein gutes Zeichen. Liegt Ihr Bauchumfang trotzdem bei 94 cm oder mehr, hat sich wahrscheinlich Bauchfett angesammelt – oft bei schlanken Armen und Beinen. Das Risiko für Stoffwechselerkrankungen steigt dann auch bei normalem Gewicht.

Bauchumfang und Körperfett zeigen, wie gesund Ihr Gewicht wirklich ist.

Übergewicht

Hier lohnt der genaue Blick: Viele trainierte Männer liegen allein durch ihre Muskulatur im Bereich 25 bis 29,9. Ist der Bauchumfang unter 94 cm, ist das Risiko meist gering. Liegt er darüber, steckt eher Bauchfett dahinter.

Ärztlich besprechen, wenn der Bauchumfang erhöht ist oder Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Diabetes in der Familie vorkommen.

Adipositas

Ab einem BMI von 30 steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Fettleber und Schlafapnoe deutlich. Auch Gelenkbeschwerden und Erektionsstörungen treten häufiger auf.

Ärztliche Beratung ist sinnvoll – schon 5–10 % weniger Gewicht senken Blutdruck und Blutzucker oft messbar.

Bauchumfang bei Männern

Männer lagern überschüssiges Fett bevorzugt im Bauchraum rund um die Organe ein – das sogenannte viszerale Fett. Es ist stoffwechselaktiv, fördert Entzündungsprozesse und erhöht das Risiko für Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker als Fett an Armen oder Beinen. Die WHO nennt für Männer diese Grenzwerte:

BauchumfangRisiko für Begleiterkrankungen
unter 94 cmnicht erhöht
94 bis 101,9 cmerhöht
ab 102 cmdeutlich erhöht

Ein zweiter einfacher Wert ist das Taille-zu-Größe-Verhältnis (Waist-to-Height-Ratio, WHtR): Bauchumfang geteilt durch Körpergröße. Liegt es unter 0,5, gilt das als günstig. Bei 180 cm Größe wären das weniger als 90 cm Bauchumfang. Der Vorteil: Das WHtR berücksichtigt die Körpergröße und ist deshalb auch für sehr große oder kleine Männer aussagekräftig. Das Verhältnis von Taille zu Hüfte berechnet unser Taille-Hüft-Rechner.

Körperfettanteil bei Männern

Männer haben bei gleichem BMI im Durchschnitt deutlich weniger Körperfett und mehr Muskelmasse als Frauen. Mit dem Alter nimmt der Fettanteil auch bei gleichem Gewicht zu, weil Muskulatur langsam abgebaut wird. Als gesund gelten für Männer diese Bereiche:

AlterZu niedrigGesundErhöhtStark erhöht
20–39 Jahreunter 8 %8–20 %20–25 %über 25 %
40–59 Jahreunter 11 %11–22 %22–28 %über 28 %
60–79 Jahreunter 13 %13–25 %25–30 %über 30 %

Richtwerte nach Gallagher et al. (2000).

Der Rechner schätzt den Körperfettanteil aus BMI und Alter mit der Formel nach Deurenberg: Körperfett (%) = 1,2 × BMI + 0,23 × Alter − 16,2. Weil die Formel nur den BMI kennt, überschätzt sie den Fettanteil bei muskulösen Männern – teils um mehrere Prozentpunkte. Genauer sind Messungen mit Bioimpedanz-Waage, Hautfaltenzange oder DEXA beim Arzt. Eine Berechnung über Körperumfänge bietet unser Körperfett Rechner.

BMI bei Sportlern und Kraftsportlern

Ein 1,80 m großer Mann mit 90 kg hat einen BMI von 27,8 – rechnerisch Übergewicht. Ist er durchtrainiert, kann sein Körperfettanteil trotzdem bei 12–15 % liegen. Der BMI stuft ihn dann falsch ein. So erkennen Sie, ob das auf Sie zutrifft:

  • Bauchumfang unter 94 cm bzw. Taille-zu-Größe unter 0,5 – dann ist wenig Bauchfett vorhanden.
  • Gemessener Körperfettanteil im gesunden Bereich, z. B. per Bioimpedanz oder Hautfaltenmessung.
  • Regelmäßiges Krafttraining über Jahre und sichtbare Muskelkonturen.

Treffen diese Punkte zu, ist ein BMI zwischen 25 und 30 meist kein Grund zur Sorge. Ab einem BMI von 30 ist reine Muskelmasse als Ursache aber selten.

BMI bei Männern nach Alter

Ab etwa 40 Jahren baut der Körper ohne Training jedes Jahr etwas Muskulatur ab, und der Grundumsatz sinkt. Viele Männer nehmen deshalb bei gleicher Ernährung langsam zu – meist am Bauch. Häufig zitiert wird eine Tabelle des US-amerikanischen National Research Council (1989), nach der der wünschenswerte BMI mit dem Alter steigt:

AlterWünschenswerter BMI (NRC 1989)Zum Vergleich: WHO
19–24 Jahre19–2418,5–24,9
25–34 Jahre20–2518,5–24,9
35–44 Jahre21–2618,5–24,9
45–54 Jahre22–2718,5–24,9
55–64 Jahre23–2818,5–24,9
ab 65 Jahren24–2918,5–24,9 (häufig empfohlen: 22–27)

Welche Werte gelten?

Die WHO verwendet für Erwachsene unter 65 Jahren feste Grenzwerte (18,5–24,9); die altersabhängige NRC-Tabelle ist umstritten. Wichtiger als ein etwas höherer BMI im Alter ist, dass der Bauchumfang nicht wächst und die Muskulatur erhalten bleibt – zum Beispiel durch Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche. Für Männer ab 65 gibt es den BMI Rechner für Senioren. Das Normalgewicht für jede Körpergröße zeigt die BMI-Tabelle nach Größe.

Häufige Fragen zum BMI bei Männern

Welcher BMI ist für Männer normal?

Nach WHO gilt für erwachsene Männer ein BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht – dieselben Grenzwerte wie für Frauen. Ab 65 Jahren wird häufig ein Bereich von 22 bis 27 als günstig angesehen.

Ist der BMI für muskulöse Männer aussagekräftig?

Nur eingeschränkt. Muskeln sind schwerer als Fett, deshalb haben Kraftsportler oft einen BMI über 25, ohne zu viel Körperfett zu haben. Taillenumfang oder eine Körperfettmessung zeigen in diesem Fall besser, ob Übergewicht vorliegt.

Welcher Bauchumfang ist bei Männern normal?

Nach WHO ist das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Männern ab einem Taillenumfang von 94 cm erhöht und ab 102 cm deutlich erhöht.

Wie viel Körperfett ist für Männer gesund?

Als gesund gelten für Männer etwa 8 bis 20 Prozent Körperfett im Alter von 20 bis 39 Jahren, 11 bis 22 Prozent mit 40 bis 59 Jahren und 13 bis 25 Prozent mit 60 bis 79 Jahren.

Warum nehmen Männer vor allem am Bauch zu?

Männer speichern überschüssiges Fett bevorzugt im Bauchraum rund um die Organe (viszerales Fett). Dieses Fett ist stoffwechselaktiv und erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker als Fett an Armen oder Beinen.

Weitere Rechner: BMI Rechner für Erwachsene · BMI Rechner für Frauen · BMI Rechner für Senioren · BMI Rechner für Kinder

Quellen

  • World Health Organization: Obesity and overweight – Fact sheet
  • World Health Organization: Waist circumference and waist–hip ratio. Report of a WHO expert consultation, Genf 2008 (veröffentlicht 2011).
  • Deurenberg P, Weststrate JA, Seidell JC: Body mass index as a measure of body fatness: age- and sex-specific prediction formulas. Br J Nutr. 1991;65(2):105–114.
  • Gallagher D et al.: Healthy percentage body fat ranges: an approach for developing guidelines based on body mass index. Am J Clin Nutr. 2000;72(3):694–701.
  • Ashwell M, Gunn P, Gibson S: Waist-to-height ratio is a better screening tool than waist circumference and BMI for adult cardiometabolic risk factors. Obes Rev. 2012;13(3):275–286.
  • National Research Council: Diet and Health – Implications for Reducing Chronic Disease Risk. Washington, D.C. 1989.

Erstellt von Eugen (Evgeniy Kuleshov) · Zuletzt aktualisiert:

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.