BMI Rechner für Frauen
Berechnen Sie Ihren BMI und prüfen Sie zusätzlich Taillenumfang und Körperfettanteil – mit den Richtwerten, die speziell für Frauen gelten.
Gleicher BMI, anderer Körper
Für Frauen gelten dieselben BMI-Grenzwerte wie für Männer. Bei gleichem BMI haben Frauen aber deutlich mehr Körperfett. Taillenumfang und Körperfettanteil zeigen deshalb mehr als der BMI allein.
Das berechnet der Rechner
- BMI nach WHO-Klassifikation
- Normalgewicht für Ihre Größe
- Körperfettanteil (Schätzung)
- Taillenumfang & Taille-zu-Größe
- Keine Speicherung Ihrer Eingaben
So geben Sie Ihre Werte richtig ein
- Gewicht und Größe
- Wiegen Sie sich morgens vor dem Frühstück in leichter Kleidung und messen Sie Ihre Größe ohne Schuhe. Vor der Periode kann das Gewicht durch Wassereinlagerungen um 1–2 kg höher sein – wiegen Sie sich zum Vergleich möglichst immer zur gleichen Zyklusphase.
- Alter
- Das Alter wird für die Körperfett-Schätzung und die Richtwerte für Körperfett gebraucht. Ab 65 Jahren verwendet der Rechner beim BMI einen etwas höheren Normalbereich (22–27).
- Taillenumfang
- Stellen Sie sich aufrecht hin und atmen Sie normal aus. Legen Sie das Maßband auf nackter Haut waagerecht in der Mitte zwischen unterster Rippe und Oberkante des Beckenknochens an – das ist meist etwas oberhalb des Bauchnabels. Ziehen Sie das Band nicht zu fest und den Bauch nicht ein.
Ihr Ergebnis verstehen
Der BMI wird für Frauen nach denselben WHO-Grenzwerten eingeordnet wie für Männer: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normalgewicht, 25 bis 29,9 Übergewicht und ab 30 Adipositas. Eine ausführliche Erklärung aller Klassen finden Sie beim allgemeinen BMI Rechner. Für Frauen sind vor allem diese Punkte wichtig:
Untergewicht
Zu wenig Körperfett kann bei Frauen den Hormonhaushalt stören: Die Periode wird unregelmäßig oder bleibt aus, die Knochendichte kann sinken und die Fruchtbarkeit abnehmen.
Ärztlich abklären, wenn die Periode ausbleibt oder Sie ungewollt abnehmen.
Normalgewicht
Ein BMI im Normalbereich ist ein gutes Zeichen. Liegt Ihr Taillenumfang trotzdem über 80 cm, kann sich vermehrt Bauchfett angesammelt haben – das Risiko für Stoffwechselerkrankungen steigt dann auch bei normalem Gewicht.
Taillenumfang und Körperfett helfen, das Ergebnis genauer einzuordnen.
Übergewicht
Entscheidend ist, wo das Fett sitzt. Fett an Hüften und Oberschenkeln ist gesundheitlich weniger bedenklich als Fett am Bauch. Mit einem Taillenumfang unter 80 cm ist das Risiko meist gering erhöht.
Ärztlich besprechen, wenn zusätzlich der Taillenumfang erhöht ist oder Bluthochdruck bzw. Diabetes in der Familie vorkommen.
Adipositas
Ab einem BMI von 30 steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Gelenkbeschwerden. Bei Kinderwunsch kann die Fruchtbarkeit sinken, in der Schwangerschaft treten häufiger Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes auf.
Ärztliche Beratung ist sinnvoll – schon 5–10 % weniger Gewicht verbessern viele Werte.
Taillenumfang bei Frauen
Bauchfett (viszerales Fett) ist stoffwechselaktiv und erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker als Fett an anderen Stellen. Die WHO nennt für Frauen folgende Grenzwerte:
| Taillenumfang | Risiko für Begleiterkrankungen |
|---|---|
| unter 80 cm | nicht erhöht |
| 80 bis 87,9 cm | erhöht |
| ab 88 cm | deutlich erhöht |
Ein zweiter einfacher Wert ist das Taille-zu-Größe-Verhältnis (Waist-to-Height-Ratio, WHtR): Taillenumfang geteilt durch Körpergröße. Liegt es unter 0,5 – die Taille ist also kleiner als die halbe Körpergröße –, gilt das als günstig. Bei 168 cm Größe wären das weniger als 84 cm Taille. Das Verhältnis von Taille zu Hüfte berechnet unser Taille-Hüft-Rechner.
Körperfettanteil bei Frauen
Frauen haben von Natur aus mehr Körperfett als Männer – unter anderem für Hormonbildung, Schwangerschaft und Stillzeit. Bei gleichem BMI liegt ihr Körperfettanteil im Durchschnitt etwa 10 Prozentpunkte höher. Als gesund gelten für Frauen diese Bereiche:
| Alter | Zu niedrig | Gesund | Erhöht | Stark erhöht |
|---|---|---|---|---|
| 20–39 Jahre | unter 21 % | 21–33 % | 33–39 % | über 39 % |
| 40–59 Jahre | unter 23 % | 23–34 % | 34–40 % | über 40 % |
| 60–79 Jahre | unter 24 % | 24–36 % | 36–42 % | über 42 % |
Richtwerte nach Gallagher et al. (2000).
Der Rechner schätzt den Körperfettanteil aus BMI und Alter mit der Formel nach Deurenberg: Körperfett (%) = 1,2 × BMI + 0,23 × Alter − 5,4. Die Schätzung kann im Einzelfall um mehrere Prozentpunkte abweichen, besonders bei sehr sportlichen Frauen. Genauer sind Messungen mit Bioimpedanz-Waage, Hautfaltenmessung oder DEXA beim Arzt. Eine Berechnung über Körperumfänge bietet unser Körperfett Rechner.
BMI-Tabelle für Frauen nach Alter
Häufig wird eine Tabelle verwendet, nach der der wünschenswerte BMI mit dem Alter steigt. Sie stammt vom US-amerikanischen National Research Council (1989) und gilt für Frauen und Männer gleichermaßen:
| Alter | Wünschenswerter BMI (NRC 1989) | Zum Vergleich: WHO |
|---|---|---|
| 19–24 Jahre | 19–24 | 18,5–24,9 |
| 25–34 Jahre | 20–25 | 18,5–24,9 |
| 35–44 Jahre | 21–26 | 18,5–24,9 |
| 45–54 Jahre | 22–27 | 18,5–24,9 |
| 55–64 Jahre | 23–28 | 18,5–24,9 |
| ab 65 Jahren | 24–29 | 18,5–24,9 (häufig empfohlen: 22–27) |
Welche Tabelle gilt?
Die WHO und die meisten Fachgesellschaften verwenden für Erwachsene unter 65 Jahren feste Grenzwerte (18,5–24,9). Die altersabhängige NRC-Tabelle ist umstritten und wird heute nur noch als grober Orientierungswert genutzt. Dieser Rechner bewertet Ihren BMI nach WHO. Welches Gewicht bei Ihrer Größe im Normalbereich liegt, zeigt die BMI-Tabelle nach Körpergröße.
BMI in besonderen Lebensphasen
- Schwangerschaft
- Während der Schwangerschaft ist der BMI nicht aussagekräftig. Entscheidend ist der BMI vor der Schwangerschaft: Nach ihm richtet sich, wie viel Gewichtszunahme empfohlen wird – bei Untergewicht mehr, bei Übergewicht weniger. Ihre empfohlene Zunahme berechnet der Rechner für die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft.
- Stillzeit
- Nach der Geburt braucht der Körper Zeit. Viele Frauen erreichen ihr früheres Gewicht erst nach einigen Monaten. Eine strenge Diät ist in der Stillzeit nicht empfehlenswert.
- Wechseljahre
- Durch den sinkenden Östrogenspiegel verlagert sich Körperfett häufig von Hüften und Oberschenkeln an den Bauch – oft ohne dass sich das Gewicht stark ändert. Der Taillenumfang ist in dieser Phase deshalb ein besonders wichtiger Zusatzwert.
Häufige Fragen zum BMI bei Frauen
Welcher BMI ist für Frauen normal?
Nach WHO gilt für erwachsene Frauen ein BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht – dieselben Grenzwerte wie für Männer. Ab 65 Jahren wird häufig ein Bereich von 22 bis 27 als günstig angesehen.
Gibt es einen eigenen BMI für Frauen?
Nein, die BMI-Formel und die WHO-Grenzwerte sind für Frauen und Männer gleich. Frauen haben bei gleichem BMI aber im Durchschnitt deutlich mehr Körperfett. Deshalb lohnt sich ein Blick auf Taillenumfang und Körperfettanteil, für die es eigene Richtwerte für Frauen gibt.
Welcher Taillenumfang ist bei Frauen normal?
Nach WHO ist das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen ab einem Taillenumfang von 80 cm erhöht und ab 88 cm deutlich erhöht.
Gilt der BMI in der Schwangerschaft?
Nein. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist der BMI nicht aussagekräftig. Wichtig ist der BMI vor der Schwangerschaft: Nach ihm richtet sich, wie viel Gewichtszunahme empfohlen wird.
Verändert sich der BMI von Frauen in den Wechseljahren?
Der BMI selbst ändert sich nur, wenn sich das Gewicht ändert. In den Wechseljahren verlagert sich Körperfett aber häufig an den Bauch. Der Taillenumfang wird dann als Zusatzwert besonders wichtig.
Weitere Rechner: BMI Rechner für Erwachsene · BMI Rechner für Männer · BMI Rechner für Senioren · BMI Rechner für Kinder